Richtige Ernährung vor und nach einer Operation - Frau Dr. Wiedner gibt Tipps

Ernährung nach einer

plastisch chirurgischen Operation

 

Eine gesunde und ausgewogenen Ernährung ist wichtig für unser Wohlbefinden, liefert aber auch die besten Voraussetzungen für eine schnelle Erholung nach einer Operation.

 

Schon vor einer Operation sollten die Vitamin- und Spurenelementspeicher im Körper optimal aufgefüllt sein. Damit beginnen Sie am besten schon drei Monate vor der Operation. Auch ein gut funktionierendes Immunsystem unterstützt Ihre Wundheilung, indem es Sie vor Infektionen schützt.

 

Ist der Körper vor der Operation mit allen wichtigen Nährstoffen optimal versorgt, kommt es seltener zu Komplikationen nach der Operation. 

 

Energie und Grundbausteine: 

 

Nach einer Operation brauchen das Immunsystem und der Heilungsprozess viel Energie. Auch wenn man sich weniger bewegt, steigt der Nährstoffbedarf. Ausreichend Kalorien lassen die Wunden schneller heilen. 

 

Die Wundheilung braucht insbesondere Eiweiß, das allgemein ein wichtiger Baustein für Körper- und Abwehrzellen, Enzyme und Hormone ist. Lieferanten dafür sind mageres Fleisch, Eier, Milchprodukte, Fisch, Soja und Hülsenfrüchte. 

 

Nach größeren plastischen Operationen wird Ihrem Körper einiges an Leistung abverlangt. Energie dafür gewinnen Sie auch aus Kohlenhydraten und verhindern damit, dass körpereigenes Eiweiß für die Energiegewinnung abgebaut wird. Sie finden Kohlenhydrate in Vollkornprodukten, Reis, Nudeln und Kartoffeln.

 

Essentielle Fettsäuren

wie Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren müssen dem Körper über die Nahrung zugeführt werden. Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren fördern den Heilungsprozess und sind notwendig für den Aufbau von Zellwänden. Vorkommen sind fette Kaltwasserfische wie z.B. Lachs oder Thunfisch, Lein- oder Chiaöl oder Walnüsse. Natürlich sind allgemein 

 

 

Vitamine und Spurenelemente

 

Eisen 

ist Bestandteil der roten Blutkörperchen und damit mitverantwortlich für den Sauerstofftransport im Körper, es unterstützt darüber hinaus die Kollagenvernetzung. Bei einer Operation verliert man meist etwas Blut und der Körper braucht ausreichend Eisen, um die verlorenen roten Blutkörperchen wieder zu ersetzen. Die schnellere Erschöpfbarkeit hält je nach Größe der Operation meist ein bis zwei Wochen an. Kontrollen des Blutbilds sind bei Beschwerden notwendig, um den richtigen Ausgleich rechtzeitig veranlassen zu können. 

Eisen findet sich in Fleisch, grünem Gemüse, Hülsenfrüchten und roten Beeren. 

 

Zink 

ist wichtig im Zellstoffwechsel und für die Zellteilung, was für das Verschließen einer Wunde notwendig ist. Weiters fördert es das Immunsystem und wirkt antioxidativ. Der Organismus hat keine Zinkspeicher, weshalb man es regelmäßig mit der Nahrung zu sich nehmen muss. Es kommt in Fleisch, Getreideprodukten und Nüssen vor. Auch in Seefischarten und Austern findet sich Zink. 

 

Vitamin A

Für die Erholung und für den Aufbau der Haut wird Vitamin A in mehreren Phasen der Wundheilung benötigt. Vitamin A kommt in Milchprodukten, Eiern, Karotten und Innereien vor. 

 

Vitamin C

unterstützt die Immunabwehr und ist wichtig für die stabile Kollagenbildung und damit wichtig für die Wundheilung. Auch fängt Vitamin C freie Radikale ein, die stark zellschädigend wirken und fördert die Aufnahme von Eisen im Darm, was besonders nach größeren Operationen wichtig ist. Vitamin C kommt in zahlreichen Früchten vor, besonders  Zitrus, Beeren und Hülsenfrüchten, aber auch in Petersilie, Bärlauch, rotem Paprika oder Kohl ist reichlich Vitamin C. 

 

Vitamim D3

ist ebenfalls wichtig für die Immunabwehr. Besonders in Wunden fördert es die Bildung von Enzymen, die gegen Bakterien schützen. Daneben fördern diese Enzyme auch die Neubildung von Blutgefäßen und Hautzellen, damit sich die Wunde schließen kann. Der menschliche Körper kann Vitamin D3 mit Hilfe von Sonnenlicht herstellen, es findet sich jedoch wenig in Lebensmitteln, weshalb häufig ein Mangel an Vitamin D3vorliegt. 

 

Vitamin E

ist auch ein starker Radikalfänger und schützt vor negativen Einflüssen bei der Wundheilung. Es ist besonders in Pflanzenölen (z.B. Weizenkeimöl, Olivenöl, oder Rapsöl), Leinsamen, Süsskartoffel, Nüssen oder Fisch enthalten.