Normale Brustform - Korrektur einer tubulären Deformität bei jungen erwachsenen Frauen

​Brustfehlbildungen (Tubuläre Brust)

Auf einen Blick: 

Kurzinfo Operation einer Brustfehlbildung

Es gibt eine Vielzahl von Brustfehlbildungen, die sich meist im Laufe des Brustwachstums in der Pubertät zeigen​.

 

Was ist eine tubuläre Brust?

Die häufigste Fehlbildung ist die tubuläre Deformität. Dabei kommt es während des Brustwachstums zu einer fehlenden Ausbildung der unteren Brustanteile und zu einer Bildung eines straffen Bindegewebesring. Das Drüsengewebe breitet sich dann nicht zu den Seiten hin aus sondern wächst durch diesen Ring schlauchförmig nach vorne. Dadurch kommt es auch zu einer Ausweitung des Brustwarzenhofes.

Welche Methoden und Schnittführungen gibt es?

Bei der Operation ist sowohl eine Formkorrektur als auch meist ein Volumenaufbau nötig. Die Schnittführung erfolgt zirkulär um den Brustwarzenhof, der auch verkleinert wird. Der Volumenaufbau kann entweder durch Silikonimplantate oder durch eine Fetttransplantation erfolgen. Das vorhandene Drüsengewebe wird aufgefaltet und zur Formkorrektur und Bedeckung des Silikonimplantates verwendet (unfurling).

Wie verläuft die Operation?

  • Allgemeinnarkose, zwischen 2 und 3 Stunden.

  • stationärer Aufenthalt von 1-3 Tagen

  • Kompressions-BH mit Gurt

Welche Komplikationen können auftreten?

Keine Operation ist ohne Risiko. Auch bei größter Sorgfalt können während oder nach dem Eingriff Komplikationen auftreten.

Während und nach der Operation können Blutungen, Nachblutungen und Blutergüsse  auftreten. Diese können einen zweiten Eingriff erforderlich machen. Im Bereich der Brust können Sensibilitätsstörungen mit Taubheitsgefühl vorkommen. Diese bilden sich im Normalfall innerhalb weniger Monate fast vollständig wieder zurück. Die meist geringen Schmerzen und das Spannungsgefühl im OP-Gebiet lassen innerhalb der ersten Tage deutlich nach. Bei Platzierung des Brustimplantates unter den Brustmuskel können diese verlängert auftreten. Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen können zu einer verlangsamten Wundheilung und unschönen, breiteren Narben führen. In einigen Fällen nach Brustaufbau mit Implantaten kann eine in manchen Fällen schmerzhafte Verhärtung (Kapselfibrose) auftreten, die eine Korrekturoperation zur Folge hätte. Eine seltene Verschiebung des Implantates hätte ebenfalls einen weiteren Eingriff zur Folge.

Wie verhalte ich mich nach der Operation?

  • ​Körperliche Schonung 2-3 Wochen 

  • Kompressions-BH mit Gurt Tag und Nacht für 6-8 Wochen

  • Auf Sport und andere körperliche Anstrengung sollte für 8 Wochen verzichtet werden.

  • Narbenpflege mit Silikongel oder Pflaster sowie Sonnenschutz